So bringst du Struktur in deine Social Media Planung

Achtung: dieser Beitrag beinhaltet unbezahlte Werbung für diverse Tools und Apps

Wenn ich mich an meinen ersten Facebook Business Post zurück erinnere, weiß ich noch wie heute, wie mir die Knie geschlottert haben. Ich war so aufgeregt, dass ich gar nicht aktiv auf den „Veröffentlichen“ Button drücken konnte, sondern den Post extra so terminiert habe, dass er live ging, während ich gerade bei einem Job war. Und ich weiß, dass es vielen anderen auch so geht. Sichtbarkeit kann einem einfach einen riesigen Respekt einjagen. Ernüchternd und beruhigend zugleich ist da doch die Tatsache, dass gerade den ersten Post gar nicht mal so viele Leute sehen ????

Aber wie bei allem anderen auch, verliert auch Social Media sein Schrecken, wenn du dich damit beschäftigst und jeder weitere Post fällt leichter als der erste. Schnell kommt dann aber eine neue Herausforderung auf denn

Social Media ist ein richtiger Zeitfresser.

Nicht nur, dass du Stunden damit verbringen kannst durch den Feed zu scrollen, von einem Account zum anderen zu schliddern und in den Stories hängen zu bleiben. Nein, auch die Erstellung des eigenen Contents kostet ordentlich Zeit.

Eine gute Struktur und die passenden Tools sind die Lösung.

Daher habe ich in diesem Blog Beitrag meine persönlichen Lieblingstipps für dich zusammengetragen, die dir deine Social Media Planung erleichtern.

 

1. Ideen festhalten

Du kennst es bestimmt auch: Die besten Ideen kommen nicht dann, wenn man angestrengt am PC sitzt, sondern wenn man duscht, spazieren geht oder mit dem Kopf wo ganz anders ist. Halte dir diese Ideen fest, sei es mit einem old school Notizbuch oder einer App. Ich schreibe hier meine Gedanken gerne direkt so auf wie sie fließen, damit ich auch später noch weiß, was ich mir dabei gedacht habe. Hier geht es noch nicht um ausgefeilte Texte und fertigen Content, sondern erstmal um eine grobe Idee. Auf diesen Fundus kannst du dann, wenn du deinen Content vorbereitest zurückgreifen und hast den Luxus aus den Vollen zu schöpfen anstatt vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen.

2. Strategie erarbeiten

Mit deinen gesammelten Ideen hast du schon eine super Basis, um dich an deine Social Media Planung zu machen. Bevor du nun loslegst solltest du dir aber erstmal überlegen, was du damit bewirken willst.

  • Welchen Zweck hat dein Auftritt auf dieser Social Media Plattform?
  • Was möchtest du damit erreichen?
  • Wen möchtest du ansprechen?
  • Welche (Bild-)Sprache musst du dafür wählen?

Keine ganz einfache Aufgabe. Aber je klarer du hier bist, desto leichter fallen dir die nächsten Schritte und desto erfolgreicher wirst du mit deinem Social Media Auftritt sein. Wenn du einmal deine Grundausrichtung, deine Strategie hast, musst du sie auch nicht bei jeder Planung komplett neu machen. Die Fragen sind dann:

  • Passt die Strategie noch zu meinen aktuellen Zielen?
  • Bin ich noch auf dem richtigen Weg?
  • Bringt mich dieser Post weiter/ meinem Ziel näher?

So kannst du Post für Post dafür sorgen, dass du dort ankommst wo du hin möchtest.

3. Redaktionsplan schreiben

Du hast deine Ideen gesammelt und weißt was du strategisch mit deinen Posts erreichen möchtest. Well done! Im nächsten Schritt geht es darum diese beiden Teile zusammen zu fügen und daraus einen Redaktionsplan zu erstellen. So legst du fest, wann du zu welchem Thema einen Post machen möchtest und kannst die Posts passend zu deiner Strategie aufeinander aufbauen.

Ich nutze den Content oder Redaktionsplan auch um mein Feed Design beizubehalten. Schau gerne mal auf meinem Instagram Kanal vorbei und mache dir selbst ein Bild davon. Durch den Wechsel von Fotos und Grafiken in meinen CI Farben, entsteht ein gewisses Muster bzw. Feed Design. Manche Themen passen besser zu einem Post mit Foto, für andere sind Grafiken passender. Damit das Design und das Thema zusammenpassen, ist der Content Plan für mich eine große Hilfe.

Zusätzlich nutze ich den Redaktionsplan auch direkt um, wie in 1. beschrieben, meine Ideen festzuhalten. Oft verschiebe ich dann nach und nach noch die Themen passend zur Strategie, aber ich habe sie so direkt an Ort und Stelle und mir geht keine Idee verloren.

Persönlich nutze ich für meinen Redaktionsplan eine Exceltabelle, die ich mit der Zeit auf meine Bedürfnisse angepasst und perfektioniert habe. Eine einfache, aber effektive Lösung. Aber auch hierfür gibt es Tools. Richtig gut gefällt mir das Digital Content Brain von Jessica von mind&stories*. Dort kannst du all deine Ideen, deine Posts und deine Strategie an einem Ort zusammenfügen. Zusätzlich gibt es von Jessica viele Anregungen für Posts.

4. Vorlagen erstellen

Noch ist kein einziger Post erstellt, aber du hast bereits viel Vorarbeit geleistet, die dir die Umsetzung so einfach wie möglich macht. Ein weiterer Game Changer sind Vorlagen und mein Lieblingstool hierfür ist Canva. Bereits mit der gratis Variante kommst du echt weit und mit der kostenpflichtigen Version ist sogar das freistellen von Bildern mit einem Klick erledigt. Du kannst dort vorhandene Vorlagen nutzen oder deine eigenen erstellen. Und du kannst dir Vorlagen von Content Creatoren kaufen und diese in Canva personalisieren z.B. die von Kathy Ursinus. So sparst du dir viel Arbeit und Zeit, gerade wenn du selbst vielleicht nicht so super kreativ bist.

Egal ob selbst erstellt oder angepasst, Vorlagen helfen dir dabei deinen Content schneller zu erstellen und dabei ein einheitliches Bild zu kreieren, damit dein Social Media Auftritt noch professioneller wirkt.

5. Planungstools nutzen

Planungstools wie z.B. Later oder Planoly sind super praktisch um dort all die vorbereiteten Puzzlestücke zusammenzufügen. Deine Fotos oder Grafiken werden hier mit deinem entsprechenden Text und den Hashtags versehen und terminiert. Hier sieht du nun auch, wie dein zukünftiger Feed aussehen wird und kannst ggf. noch nachjustieren.

Bei der Veröffentlichung hast du die Option, dass der Post voll automatisiert raus geht. Praktisch für dich, aber nicht ganz ideal was deine Reichweite angeht. Alternativ kannst du dich von der App daran erinnern lassen, dass ein Post geplant ist und ihn manuell veröffentlichen. So hast du die Option davor und danach auf der jeweiligen Social Media Plattform aktiv zu sein, was wiederum gut für die Reichweite deines Posts ist.

Neben den genannten Apps gibt es noch diverse weitere Anbieter. Alle haben Vor- und Nachteile und fast bei jeder gibt es die Option gratis zu starten, sofern du nur einen Account damit bespielst. Meistens kommen ab dem zweiten Account Kosten auf dich zu, oder du umgehst sie und verwendest verschiedene Anbieter für deine verschiedenen Accounts.

6. Eigenen Rhythmus finden

Ich bin ein großer Fan von Vorbereitung – Surprise Surprise  😉 gerade bei der Social Media Planung. Denn bestimmt saßt du auch schon mit dem Smartphone in der Hand da, wolltest etwas posten, aber dir ist einfach nichts gutes eingefallen. Oder du hattest eine tolle Idee, aber gerade keine Zeit und schwubs war sie auch schon wieder weg. Mit der entsprechenden Vorplanung kann dir das nicht mehr passieren und du nimmst für dich selbst super viel Druck aus dem Thema raus.

Persönlich plane ich gerne einen ganzen Monat im Voraus. Besonders gefällt mir daran, dass ich mich nur einmal hinsetzen und alle nötigen Tools öffnen muss und dann das Thema für den restlichen Monat von der Backe habe. Aber so weit im Voraus muss es natürlich nicht sein, auch ein zwei Wochen oder ein wöchentlicher Rhythmus können gut funktionieren. Hör hier einfach auch mal in dich rein, was sich für dich gut anfühlt und in deinem Alltag funktioniert.

Aber auch für spontane Posts ist noch Raum. Denn es kann sich immer etwas ändern, neue Themen aufkommen, oder geplante Posts z.B. auf Grund eines Vorfalls nicht mehr passend sein. Deine unveröffentlichten Posts sind nicht in Stein gemeißelt und du kannst sie jeder Zeit ändern, verschieben oder umplanen. So hast du auch nach wie vor genug Raum für kreative Ideen, die spontan zu dir kommen.

7. Win win win

Wenn du das komplexe Thema „Content Creation“ in diese Einzelschritte herunterbrichst nimmst du ihm ganz Schrecken. Denn jeder kleine Schritt ist viel leichter zu handhaben, als wenn du vor der großen Gesamtaufgabe stehst. So schützt du dich direkt noch vor dem Prokrastinieren und kommst produktiver voran.

So sieht sie aus, meine Struktur rund um die Social Media Planung. Wie das Ergebnis aussieht, kannst du sehr gerne auf Instagram verfolgen. Ich würde mich freuen, wenn du mal vorbei schaust und vielleicht der ein oder andere Tipp für dich dabei war!

Alles Liebe

Julia

*  Du hast Lust Jessica besser kennenzulernen? Dann habe ich hier was für dich. Denn ich durfte Ende 2020 bei Jessicas Podcast zu Gast sein und neben dem ein oder anderen Mompreneur Thema haben wir natürlich auch über Social Media Planung gesprochen. Hier geht es zu unserem Gespräch.

Foto Unsplash Christin Hume