Wie organisiere ich mich richtig im Home Office?

Eine Frage, die gerade aktuell mehr Menschen denn je beschäftigt. Und schon als ich die Frage tippe kommt mir der Gedanke, dass sie im Grund falsch formuliert ist. Denn es gibt nicht den einen richtigen Weg. Vielmehr geht es darum, wie man den Workflow findet, der für einen selbst und zum eigenen Leben passt. Daher stelle ich die Frage gerne neu:

Wie organisiere ich mich im Home Office, so dass ich damit klar komme und es zu mir und meinem Leben passt? 

Denn gerade jetzt zeigt sich, dass wir alle vor so vielen neuen Herausforderungen stehen und jeder sein Päckchen zu tragen hat. Die einen müssen Familie und Arbeit plötzlich auch räumlich unter einen Hut bekommen. Die anderen waren die Arbeit im Co-Working-Space gewohnt und sitzen nun alleine in ihrer Einzimmerwohnung. Das Ergebnis bleibt gleich: uns fällt die Decke auf den Kopf und an Arbeit ist nicht mehr zu denken. Daher sind wir gezwungen, das Beste aus der Situation zu machen.

Damit dies gelingt habe ich ein paar Fragen zu verschiedenen Oberpunkten gesammelt. Geh die Fragen in den verschiedenen Bereichen für dich durch. Beantworte sie ehrlich und der aktuellen Lage entsprechend.

 

Ort/ Räumlichkeit

  • Hilft mir eine räumliche Trennung?
  • Ist eine räumliche Trennung gegeben?
  • Wie kann ich eine räumliche Trennung schaffen?
  • Wie kann ich für ausreichend Licht sorgen?
  • Welche Geräuschkulisse tut mir gut?

Zeit

  • Gibt es Kernarbeitszeiten, an die ich mich halten muss?
  • Von wann bis wann kann ich (unter Rücksichtnahme meines Umfelds) arbeiten?
  • Gibt es Randzeiten, die ich nutzen kann?
  • Wann bin ich persönlich am produktivsten?
  • Wann plane ich Pausen ein?
  • Habe ich genug Pufferzeiten vorgesehen?

Look & Feel

  • Business oder bra-less?
  • Wie kleide ich mich sonst für die Arbeit?
  • Hat dieser Look Einfluss auf meine Stimmung und meine Arbeitsweise?

(Selbst-) Motivation

  • Was motiviert mich?
  • Was brauche ich, um motiviert zu arbeiten?
  • Wie kannst du dafür sorgen, Termine mit dir selbst ernst zu nehmen?
  • Kennst du dein „Warum“?

Familie und andere unfreiwillige Co-Worker

  • Wer sind aktuell deine Co-Worker?
  • Welche Bedürfnisse haben sie?
  • An welchen Ablauf sind sie ggf. gebunden?

 

Mit diesen Antworten hast du die Basis für deinen eigenen Workflow im Home Office geschaffen. Nun heißt es probieren, probieren, probieren. Sei nicht zu streng mit dir. Probiere es was funktioniert, justiere nach und komme deinem eigenen Weg Schritt für Schritt näher.

Wird es von heute auf morgen leichter? Wahrscheinlich nicht. Aber die gute Nachricht ist: Wenn du deinen Workflow einmal gefunden hast, bleibt er dir. Und war auch nach dieser Krise.

Viel Erfolg wünscht dir deine Julia

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